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WAY YOGA | Wiki

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Ernährung-Einfluss auf unseren Körper und  Geist

1 Die Gunas – Grundenergie der Nahrung

Schon in sehr frühen Zeiten fanden die alten Yoga-Weisen heraus, dass in allem, was existiert eine der drei Grundeigenschaften innewohnt. Alle Dinge sind entweder rajasisch (bewegt, aktiv, heiß) oder tamasisch (unbewegt, ruhend, kalt) oder sattvig (rein, klar, ausgeglichen).

Eine dieser drei Eigenschaften wohnt auch jedem Lebensmittel inne.

Durch genaues Beobachten fanden die Yogis sehr früh heraus, dass Nahrungsmittel und Gewürze auf den Körper und auf den Geist auf ihre ganz eigene  Weise einwirken, nämlich so, wie ihr eigenes Wesen, wie ihre Eigenschaft  ist.

Die Auswirkungen der Nahrung auf den Geist interessiert  die Yogis ganz besonders. Wenn der Geist durch die Nahrung unruhig wird, oder träge, wirkt sich dies ungünstig auf die Yoga-Praxis aus. Asanas, Pranayamas und Meditation können nicht gut durchgeführt werden. Hierfür benötigt der Yogi einen ausgeglichenen, ruhigen Geist.

Die alten Yoga-Meister haben beobachtet, dass ihre Yoga-Schüler nach dem Verzehr bestimmter Speisen schnell matt und schläfrig wurden und dass andere Gerichte sie eher unruhig und nervös machten.

Sie haben erkannt, dass den Nahrungsmitteln eine jeweils eigene Energie innewohnt, die sich nach dem Verzehr im Menschen entfaltet. So fanden sie nach einiger Zeit heraus, dass bestimmte Nahrungsmittel und Gewürze die Yogaübungen unterstützen und sogar verstärken können, andere sich aber negativ auf die Übungspraxis auswirken können.

Nach ihren gewonnenen Erfahrungen teilten sie die Nahrungsmittel den drei Gunas zu.

In der Bhagavad-Gita, die ca. 600 Jahre vor Chr. geschrieben worden ist, wird in den Kapiteln 14 und 17 die Theorie von den drei Gunas dargestellt:


Sattva

Nahrungsmittel, die rein sind, Vitalität, Energie, Kraft, Gesundheit und Freude schenken, besitzen die Eigenschaft von Sattva. Diese Nahrungsmittel beruhigen den Geist und führen zu Gelassenheit und innerem Frieden. Sie liefern viel Energie und fördern somit körperliche Kraft und Ausdauer.

Dabei handelt es sich um Nahrungsmittel, die möglichst frisch und naturbelassen sind und am besten aus biologischem kontollierten Anbau stammen. Auf jeden Fall sind dies Nahrungsmittel ohne Konservierungsstoffe und künstliche Aromen.

Sattvige Nahrungsmittel sind vegetarisch, beziehen aber Milchprodukte mit ein. Dazu gehören: Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, reifes Obst und Gemüse, Kräuter. Natürliche Süßungsmittel wie Honig, Melasse oder Ahornsirup und frische Milchprodukte wie Milch, Butter, Frischkäse und Joghurt.

 

Rajas

Nahrungsmittel, die als rajasisch gelten machen den Geist nervös, sprunghaft und führen zu Stress. Auf den Körper wirken sie sich aus, indem sie (langfristig) Schmerzen verursachen und Krankheiten fördern.

Zu den rajasigen Nahrungsmitteln gehören alle Genussmittel wie Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Tabak etc. Desweiteren auch Zwiebeln, Knoblauch, Rettich und Radieschen.

Auch zu stark gewürzte Speisen, weißer Zucker und Softdrinks gehören dazu.

In der Bhagavad-Gita steht: „ Speisen, die bitter sind, sauer, salzig, zu stark gewürzt, scharf, trocken oder brennend, werden von rajasigen Menschen bevorzugt und bringen Schmerz, Kummer und Krankheit.“

 

Tamas

Tamasige Nahrungsmittel machen müde, faul und träge, geistig unbeweglich und antriebslos. Diese Nahrung kann zu den sog. Zivilisationskrankheiten (chronischen Erkrankungen) und Depressionen führen.

Zu den tamasigen Nahrungsmitteln gehören Fleisch, Fisch, Alkohol, Nikotin und Drogen. Dazu gehören auch Fastfood-Gerichte und Fertiggerichte, alle Nahrungsmittel, die Konservierungsstoffe und Aromastoffe beinhalten. Als tamasig gelten auch alle Gerichte, die angebrannt, fermentiert, frittiert oder gegrillt wurden, weil heißes Braten, Frittieren oder Grillen die feinstoffliche Essenz der Lebensmittel (das Prana) zerstört.

Weiterhin sind auch angefaulte Nahrungsmittel und solche, die sich im Prozess der Gärung befinden, die abgestanden oder mehrmals aufgewärmt worden sind, Früchte, die überreif oder unreif sind tamasig.

Auch Pilze gelten als tamasig, weil sie im Dunklen wachsen und so kein Prana (Sonnenlicht) speichern können.

In der Bhagavad-Gita steht: “Das Abgestandene, Geschmacklose, Faulige, Verdorbene, Übriggebliebene und Unreine ist die bevorzugte Nahrung tamasiger Menschen.“

 

Als tamasig sind in der Yoga-Lehre solche Nahrungsmittel eingeordnet, die sich in direkter Weise negativ auf den Körper auswirken. Diese Nahrung enthält entweder Gifte (z.B. Konservierungsstoffe, Aromastoffe, Alkohol) oder ungünstige Fette (Fastfood-Gerichte, Fertiggerichte) oder ihre Inhaltsstoffe sind durch ihre Zubereitungsform zerstört worden (zu heißes und langes Kochen oder Braten, Frittieren etc.). Diese Nahrungsmittel stellen dem, der sie verzehrt kein Prana zur Verfügung, sondern verbrauchen noch Prana um im Körper verarbeitet zu werden.

Den rajasigen Nahrungsmitteln hingegen sind u.a. auch solche zugeordnet, die durchaus als gesund gelten (Zwiebeln, Knoblauch, Rettich, Radieschen etc.).

Diese Nahrungsmittel enthalten aber Stimulanzien, die sich negativ auf unseren Geist auswirken können. Z. B. durch Kaffee, Schwarztee und Tabak wird man angeregt, stark gewürzte oder sehr süße Speisen können das Geschmackszentrum sehr anregen und führen dazu, dass man mehr isst, als der Körper eigentlich benötigt. Diese Nahrungsmittel sprechen unser Lustzentrum, also unseren Geist an. Wir bekommen ein Verlangen auf etwas Süßes, Salziges, Gewürztes oder Saures und essen davon, obwohl wir eigentlich gar keinen Hunger haben. Dies kann sogar zu Süchten führen. Sie stimulieren unseren Geist. Wir konsumieren sie oft nur, weil sie angenehm sind, weil sie angenehme Gefühle produzieren.

Diese Nahrungsmittel lösen aber auch körperliche Reaktionen aus. Kaffee und Tee heben den Kreislauf, scharfe Gewürze erwärmen den Körper und Süßes löst eine Insulinausschüttung aus.

Ein durch das Verlangen des Geistes gesteuertes Zuviel von diesen Nahrungsmitteln kann den Körper krank machen.

Sattvige Nahrungsmittel ( frische oder schonend zubereitete Früchte und Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte) hingegen wirken sich auf den Körper wie den Geist angenehm, beruhigend und ausgleichend aus. Sie enthalten viel Energie und Vitalstoffe und liefern somit viel Prana und schenken bei ihrem Verzehr Vitalität und Gesundheit. Sie halten den Körper und den Geist rein und gesund.

Yoga hat das Bestreben, den Geist ruhig und klar und den Körper gesund und vital zu erhalten. Dies ist die Grundvoraussetzung dafür, dass man konzentriert meditieren kann und das eigentliche Ziel des Yoga, die innere Freiheit und Erleuchtung (Samadi) erreichen kann.

Deswegen empfiehlt die Yoga-Ernährungslehre, möglichst oft sattvige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

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