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WAY YOGA | Wiki

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Die Zeit des Hathayoga

Im 6. Jahrhundert nach Chr. entsteht der Hathayoga mit einem klaren Focus auf den Körper. Bis dahin wurden körperliche Übungen überwiegend praktiziert, um den Rücken für die Meditation stark zu machen. Grundlage des Hathayoga ist die Philosophie des Tantra.

Tantra geht auf die hinduistische Glaubensrichtung des Shivaismus zurück. Die Yogis dieser Zeit sahen in unserem Körper ein Medium,  welches eng mit unserem Geist verbunden ist und über den wir den Geist und die Seele erreichen können.

Der Körper spiegelt alle unsere Gefühle und Gedanken wieder.  Er sollte deshalb immer im Rahmen der Übungspraxis gereinigt werden.

„Ha“ bedeutet Sonne und „Tha“ Mond. Hathayoga symbolisiert also die Polaritäten von männlich und weiblich, oben und unten, Ying und Yang.
Im Hathayoga sollen diese Polaritäten harmonisiert werden, damit der Geist still und klar werden kann.

Tantrismus bedeutet so viel wie allumfassendes und sich ausbreitendes Wissen. Er entstand etwa 600 n. Chr. als kulturelle Revolution und enthält Einflüsse aus Buddhismus, Jainismus und Hinduismus. Vor allem die Entdeckung und Lokalisation der Energiezentren, die Rituale im Yoga sowie das intensive Lehrer-Schüler-Verhältnis gehen auf diese Zeit zurück.

Der Tantrismus wird von einem dualistischen Weltbild bestimmt. Shiva und Shakti als zwei Aspekte der Wirklichkeit und deren geschlechtliche Vereinigung als Symbol der Einheit. 
Shiva steht für männlich, statisch, liegend, transzendent, Geist und Bewusstsein.
Shakti für weiblich, dynamisch, tanzend, immanent, Körper und Energie. Die Welt wurde als Ort des Genusses – Bhogaloka, als Gottes „süßes Spiel“ – Lila gesehen.



Es bildeten sich zwei tantrische Schulen:

Der Rechte-Hand-Weg

Der Dakshinachara mit einem läuternden Ritual und strenger spiritueller Disziplin, die absolute Hingabe an die göttliche Mutter in ihren mannigfachen Formen fordert.

Der Linke-Hand-Weg

Der ungeläuterte, gefahrvolle Weg des Vamachara, der sich ungezügelten Riten und sexuellen Ausschweifungen hingibt.

Der Tantrismus öffnet sich für die Sinnlichkeit, die von allen asketischen Schulen abgelehnt wurde. Die Weiblichkeit wurde verehrt mit Kali, Durga und Parvati. Frauen durften nun auch Lehrer sein. Der Körper wurde von der Illusion „Maya“ zum „Tempel Gottes“. Aus dem Tantrismus entstand der Hatha Yoga mit seinen uns heute bekannten Techniken.

Die Yogapraxis sollte die göttliche, schlafende Urkraft (Shakti Kundalini) im Menschen erwecken. Nicht Askese, der Weltenrückzug, sondern die innere spirituelle Transformation (mit dem Körper in der Welt) wurde angestrebt. Die göttliche Urkraft schläft als Kundalini am Muladhara Chakra am unteren negativen Pol, der Shakti verkörpert.
In der Dualität ist Shakti von Shiva, dem oberen positiven Pol, getrennt. Durch die Yogapraxis wird die Kundalini geweckt und im Sushumna-Nadi dem Hauptkanal an der Wirbelsäule zum Aijnachakra gebracht. Dort vereinigt sich Shakti mit Shiva, was einen Ausgleich zwischen dem unteren und oberen Pol bewirkt.

Hathayoga war nach seiner Popularität im 6.-15. Jahrhundert für mehrere Jahrhunderte fast in Vergessenheit geraten. Es wurde nur noch von Fakiren und Schaustellern zur Unterhaltung vorgeführt.

Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es von T. Krishnamacharya wieder entdeckt. Er gilt als der Begründer des modernen Yoga.

Seine bekanntesten Schüler waren B.K.S. Iyengar, Shri Pattabhi Jois, Indra Devi und ist sein Sohn T.K.V. Desikaschar. Diese wiederum gelten als die wichtigsten Lehrer, die Yoga im Westen verbreitet haben.

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